Konsequent handlungskompetenzorientierte Grundbildung
In enger Abstimmung mit der Branche und den Verbundpartnern hat der Schweizerischer Baumeisterverband (SBV) die Grundbildung Maurer/in EFZ und Maurer/in EBA umfassend revidiert. Seit August 2025 ist die neue Grundbildung erfolgreich in Umsetzung und zeigt bereits die Wirksamkeit der neuen handlungsorientierten Ausrichtung, Die erste Kohorte ist sehr gut gestartet und profitiert spürbar von der verstärkten Praxisorientierung in allen drei Lernorten.
Im Mittelpunkt steht eine konsequent handlungskompetenzorientierte Grundbildung, die die Lernenden gezielt auf die Realität der Baustelle vorbereitet. Eigenverantwortliches Handeln wird dabei gezielt gefördert und gestärkt. Das Resultat sind Lernende, die von Beginn an produktiv mitarbeiten und über praxisrelevante Handlungskompetenzen verfügen.
Mit Blick auf das Jahr 2026 heisst die Branche die neuen Lernenden im zweiten Ausbildungsjahrgang nach dem neuen Bildungsplan willkommen und begleitet sie erneut auf ihrem Ausbildungsweg. Gleichzeit steht im Bereich der Grundbildung die Erarbeitung der Qualifikationsverfahren für die Abschlussprüfungen der Maurer/in EBA (2027) und Maurer/in EFZ (2028) im Zentrum, die auf den neuen Bildungserlassen (Bildungsverordnungen und Bildungspläne) basieren. Mit deren Inkrafttreten sind die Qualifikationsverfahren mit Abschlussprüfungen handlungsorientiert und zukunftsfähig neu zu auszugestalten. Zu diesem Zweck wird eine überregionale Arbeitsgruppe aus Fach- und Chefexperten unter der Leitung der Maurerlehrhalle Sursee eingesetzt.
Pluspunkte der revidierten Grundbildung
- Handlungskompetenzorientierte Umgestaltung: Die Grundbildung Maurer/in EBA und Maurer/in EFZ orientiert sich konsequent an beruflichen Handlungssituationen – praxisnah und arbeitsmarkttauglich.
- Bessere Durchlässigkeit: Der Übergang zwischen der zweijährigen Lehre Maurer/in EBA und der dreijährigen Lehre Maurer/in EFZ wird optimiert.
- Neue Lerndokumentation: Lehrbetriebe begleiten die Lernenden aktiv bei der Erstellung von mindestens fünf Praxisaufträgen pro Lehrjahr – diese bilden die Grundlage für das Fachgespräch im Qualifikationsverfahren.
- Time2Learn: Das digitale Tool übernimmt Organisation, Begleitung und Qualitätssicherung der Ausbildung im Lehrbetrieb und üK.
- Modernisiertes Qualifikationsverfahren der Abschlussprüfungen: Die schriftliche Berufskenntnissprüfung wird durch ein Fachgespräch und eine höhere Gewichtung der Erfahrungsnote abgelöst.